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Infos
Die Vorraussetzungen für eine Zucht sind:
Die allererste Voraussetzung sind gesunde und wesensfeste Elterntiere.
Eingetragener Zwingername.
Züchterseminar.
Ausreichend Platz an Räumlichkeiten und Aufzuchtsplatz. (nach TSG)
Gesunde Elterntiere, HD, ED, PRA, OCD, Patella Luxation muß untersucht
werden.
Hunde müssen nach FCI Standard ausgestellt werden.
Zur Zuchtreife benötigen wir eine V1 als Wertenote. Rasserichter erteilt
die Tauglichkeit.
Zuchttiere sollen nach Möglichkeit öfters ausgestellt werden, um
Kontinuierlichkeit zu prüfen.
Unser Wurf wird von einem beauftragten Zuchtwart beurteilt. (
Wurfabnahme). Dieser beurteilt auch unsere Zuchtstätte.
Da wir unsere Hunde als Familienhunde halten, ist eine jagdliche Prüfung
keine Vorraussetzung. Auch eine Begleithunde Prüfung oder Wesenstest ist
bei uns im Verein DHZ kein muß.
Unsere Tiere, sowie unsere Welpen werden von uns im Haus und Garten
aufgezogen und gehalten. Wir unternehmen mit den ausgewachsenen Hunden
lange Spaziergänge, gehen häufig schwimmen und sorgen für artgerechte
Beschäftigung.
Der Flat ist KEIN Zwingerhund, deshalb ist Zwingerhaltung vertraglich
ausgeschlossen. Die Rasse möchte seinem Führer gefallen „will to please“,
er braucht unbedingt ausreichend menschliche Zuwendung, in einem Zwinger
würde er in kürzester Zeit verkümmern.
Da wir unsere Welpen nur in gute, verantwortungsvolle Hände abgeben
möchten, liegt es uns sehr am Herzen, die zukünftigen Besitzer schon
frühzeitig kennen zulernen.
Unsere Welpen werden Anfang der 8. Woche grundimmunisiert, sind bis zum
Abgabetag mehrfach entwurmt, haben einen Chip und werden regelmäßig von
unserem Haustierarzt untersucht, ob alles in Ordnung ist.
Die neuen Besitzer bekommen von uns eine so genannte Gebrauchsanweisung
für ihren neuen Schützling mit auf den Weg. Hierin können sie nachlesen
wie sich der Welpe seit seiner Geburt entwickelt hat, was er wann zu
fressen bekommen sollte, was sie bei kleineren Krankheiten tun müssen,
Tips und Tricks in der Erziehung werden erläutert und weitere Anregungen
gegeben. Außerdem bekommen sie, ausreichend Futter und Futterzusatz,
Leckereien, Welpenspielzeug, den neuen EU Impfpass, Chip -
Registrierungskarte und die zum Hund gehörenden Papiere.
Bei uns wird WELPENSOZIALISIERUNG groß geschrieben. Die Welpen werden von uns auf die
verschiedensten Dinge für ihr weiteres Leben geprägt. Je mehr Eindrücke und Erfahrungen die Welpen in der
Sozialisierungs- u. Prägephase (ca. bis zur 18 Lebenswoche) sammeln
können, desto sicherer gehen sie durchs weitere Leben. Wir begrüßen es
auch, wenn unsere Welpen nach der Abgabe mit Herrchen und Frauchen eine
Welpenspielgruppe in einer seriösen Hundeschule besuchen, um den Umgang mit anderen Hunden zu lernen. Auch
anschließendes Unterordnungstraining wäre Vorraussetzung für ein
problemfreieres Zusammenleben.
Sollten irgendwann Fragen oder Probleme irgendwelcher Art auftauchen
werden wir ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Was wir unseren Welpen wünschen:
Schaffen sie sich nur einen Hund an, wenn alle Familienmitglieder damit
einverstanden sind.
Klären sie im Vorfeld schon ab ob evtl. Vermieter und Nachbarn nichts
dagegen haben.
Menschen die genügend Zeit für Erziehung und Auslauf haben.
Genügend Platz.
Der Hund sollte als Familienmitglied gehalten werden, KEINE
ZWINGERHALTUNG!
Er möchte nicht den ganzen Tag alleine gelassen werde.
Sie sollten möglichst aktiv sein und naturverbunden.
Artgerechte Haltung, schwimmen gehen, apportieren usw.
Spaziergänge auch bei schlechten Wetter.
Bereitschaft der Besitzer den Hund ausgewogen zu ernähren.
Angemessene und nötige ärztliche Behandlung und Vorsorge.
Ausreichend Kontakt zu seines Gleichen.
Einen Freund, der immer zu ihm steht, der mit ihm durch dick und dünn
geht, in guten wie in schlechten Zeiten bis an sein Lebensende.
Zum Thema Welpenpreis:
Anfänger in Sachen Rassehundekauf, und das sind sicherlich die
allermeisten, sind nicht selten schockiert oder zumindest sehr
überrascht, wenn sie erstmals am Telefon einen Welpenpreis zwischen
1000€ und 1800€ für einen Flat coated Retriever Welpen genannt bekommen.
Schließlich möchte man ja auch nur einen Rassehund aus einer guten
Zucht, kleine Fehler ist man ja bereit zu akzeptieren, einen Stammbaum
braucht man ja auch nicht unbedingt. Nur soll es eben ein Rassehund
sein. Ein gewöhnlicher Mischling entspricht entweder nicht so sehr dem
Geschmack, oder ist von zweifelhafter Herkunft, Gesundheit und Erziehung
und außerdem hat man keinen Anhaltspunkt über das Wesen des Tieres.
Viele Welpenkäufer sind der Ansicht, dass seriösen Züchter bei solch
hohen Preisen das große Geld machen und sich so eine goldene Nase
verdienen. Wir Züchter sehen uns gezwungen, uns gegen solche
Behauptungen zur Wehr zu setzen. So listen manche von uns ihnen auf
Heller und Pfennig ihre Unkosten auf, um zu beweisen, dass hier kein
großes Geld verdient werden kann.
Denn die Einnahmen decken gerade mal die Unkosten für alles bis zum
nächsten Wurf. Kommt aber was dazwischen legt man drauf.
Wer einmal genau überlegt, was alles notwendig ist, um Rassehunde
optimal aufzuziehen, kommt schnell dahinter: Rassehundezucht ist ein
Hobby, und wie bei jedem Hobby invesiert man Zeit, Geld und vor allem Liebe. Da sind zunächst die Anschaffungskosten für gute Zuchttiere, die die
meisten Züchter sich als Welpen anschaffen. Diese Tiere verursachen
erstmal zwei Jahre lang nur Unkosten: Impfungen, Wurmkuren,
Zeckenschutzmittel, Futterkosten, Tierarzt (vor Krankheiten ist man nie
gefeit) und was man sonst noch braucht um einen Hund artgerecht zu
halten. Dann folgen die Vereinsbeiträge, denn ein seriöser Züchter ist
auf jeden Fall in einem guten Verein. Haftpflichtversicherung und
Hundesteuer muß auch bezahlt werden. Auch Kosten für Fachliteratur und
weiterbildende Seminare fallen laufend an. Das Haus und der Garten
müssen hundegerecht eingerichtet und abgesichert werden. Ein
Ausstellungsbesuch, vielleicht sogar im Ausland, schlägt schnell mit ein
paar hundert Euro zu Buche. Dann nicht zu vergessen, die sämtlichen
Untersuchungen und Röntgenbilder, die man braucht um die
Zuchttauglichkeit zu bekommen gibt es auch nicht umsonst.
So dann hat man noch immer keine Welpen. Die Decktaxe bei einem guten
Deckrüden kostet mindestens einen Welpenpreis, aber auch die Haltung
eines eigenen Rüden ist nicht billig, sie unterscheidet sich nicht von
der Haltung einer Hündin. Wenn dann die Hündin tragend ist braucht sie
beste Pflege. Bevor die Welpen auf die Welt kommen, sollte man sich eine
Wurfkiste beschaffen, die auch nicht gerade billig ist, auch wenn man
sie selber baut. Es sollte genügend Welpenlagerwäsche vorhanden sein,
weil öfters täglich gewechselt und gewaschen werden muß. Wenn alles bei
der Geburt glatt gegangen ist, hat man Glück. Musste aber ein
Kaiserschnitt gemacht werden oder hat die Hündin keine oder zu wenig
Milch, braucht man Welpennahrung, die mit dem Fläschchen verabreicht
werden muß. Schnell hat man da einen 24 Stundenjob, denn wenn der letzte
satt und versorgt ist, hat der erste schon wieder Hunger. Die Welpen
sind grad einen Tag alt, dann will der Tierarzt schon an ihren
Geldbeutel, für die erste Untersuchung von Wurf und Muttertier. Dann
kommen die Wurmkuren für Welpen und das übrige Rudel. Spätestens ab der
dritten Wochen wollen die Kleinen auch noch beste feste Nahrung. Um die
Welpen optimal zu prägen müssen ihnen allerhand Sachen geboten werden.
Sie werden jetzt sicherlich denken und wann hört das denn endlich auf?
Noch lange nicht!!!
Denn jetzt muß man noch die Kosten für Anzeigen, Telefon, Internet,
Impfung, Chip, Wurfabnahmen vom Zuchtwart und die Stammbäumen dazu
rechen.
Die investierte Zeit braucht man nicht dazu zu rechen, weil die kann und
muß uns keiner bezahlen. Das sind im Normalfall die anfallenden Kosten
einer guten Rassehundezucht.
Natürlich sind hier die eventuell anfallenden Kosten für X Krankheiten
die das Muttertier oder die Welpen bekommen können nicht eingerechnet.
Auch der Verlust durch Tod eines oder mehrere Welpen, oder des
Muttertieres möchte ich hier nicht weiter ausführen.
Aber wenn man diese Kosten mal nur grob überschlägt bleibt unter dem
Strich NIX übrig.
ABER: Das Lob ist der Lohn!
Mit billigen Rassehunden zieht man oft den Kürzeren.
Sparen lohnt sich gerade bei der Anschaffung eines Haustieres selten.
Ein Lebensgefährte für etwa 10 Jahre oder länger sollte mit Verstand und
Mühe ausgesucht und nicht vom Preis abhängig gemacht werden. Kann man
sich die durchschnittlichen Preise für einen Flat nicht leisten, sollte
man lieber nach einem Mischling mit gutem Wesen Ausschau halten, als
eine Zucht die unwürdiges, teils tierquälerische Haltungs- und
Aufzuchtbedingungen bietet, durch einen Mitleidskauf zu unterstützen.
Ein kränkelndes, verhaltensauffälliges Problemtier ist oftmals nicht
tragbar für Familie und Haushalt. Mancher sieht dies leider erst zu spät
ein, nämlich nach gemachter, schlechter Erfahrung. Dies sind gerade die
Hundekäufer, die sogenannte Billig- und Massenzuchten unterstützen und
am Leben erhalten.
Meistens werden solche Hunde auch ohne Stammbaum angeboten. Ein Züchter,
der Rassehunde ohne Stammbaum anbietet, hat es sich entweder durch
schlechte Tierhaltung verwirkt, in einem ordentlichen Verein Mitglied zu
sein, oder er erhielt keine Stammbäume, weil die Zuchtstätte oder die
Elterntiere nicht den Anforderungen entsprachen. Wenn also unter solchen
Vorraussetzungen vermehrt wird, entzieht sich ein solcher „Züchter“ ganz
bewusst jeglicher Kontrolle. Man kann also von vornherein annehmen, dass
er Verstöße gegen die Interessen der Hunde begeht oder beabsichtigt,
sonst bräuchte er ja Kontrollen nicht zu fürchten.
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