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Der Flat coated Retriever
Standard:
Flat coated Retriever FCI-Nr.: 121
Herkunftsland:
England
Hier muss ich das schreiben, was alle meine Kollegen und Kolleginnen
schreiben
Herkunft:
Mit der Erfindung des Hinterladers wurden Treibjagden in England
interessant, da es nun den Jägern möglich war, mehrere Schüsse in kurzer
Zeit abzugeben. So konnten sie auch eine größere Anzahl an Flugwild auf
einmal erlegen. Dies hatte zur Folge, dass man schnelle Hunde mit guter
Nase, Durchhaltevermögen und einem weichen Maul brauchte, um das Wild zu
finden und unbeschädigt dem Jäger zurückzubringen. Der gemeinsame Ahne
aller Retriever-Rassen ist der aus Kanada stammende und nach England
importierte St. John's Dog. Diesen kreuzte man mit setterartigen Rassen, Sheepdogs, Water Spaniels und mit den Vorfahren des Labradors. Der
Gründer der Rasse, wie wir sie heute kennen, war Mr. Sewallis Evelyn
Shirley von Ettington Park. Er gründete 1873 mit anderen gleichgesinnten
Züchtern den ersten Kennel Club. Sie versuchten nun aus dem schon
vorgezüchteten Wavy-Coated Retriever einen leicht gebauten, wendigen,
eleganten Hund, mit feinerem Kopf und wasserabweisendem Fell zu züchten.
Wahrscheinlich kreuzte man walisische und kleine irische Setter ein. Man
spricht auch davon, dass man um die Führigkeit zu verbessern, Border
Collie ähnliche Hunde mit einkreuzte. In relativ kurzer Zeit war ein
ziemlich einheitlicher Typ entstanden. Im Jahr 1902 wurde der Flat
offiziell vom englischen Kennel Club anerkannt und 1905 erstmals an der
Crufft's der berühmten englischen Hundeausstellung vorgeführt. Seine
Beliebtheit unter den Jägern, Züchtern und Ausstellern stieg sehr schnell
an. Während des Ersten Weltkrieges sank seine Popularität und 1919
wurden gerade noch 100 Stück registriert. 1923 entstand der erste
Rassestandard, welcher mit einigen geringfügigen Änderungen heute noch
gültig ist. Ende der zwanziger Jahre wurde der Golden und Labrador dem Flat coated Retriever vorgezogen. Ende der dreißiger Jahre wurden nur
noch ca. 80 Hunde statistisch erfasst. Nach dem Zweiten Weltkrieg
entstanden mehrere neue Zuchtstätten und die Zahl stieg allmählich
wieder. Erst 1980, als ein Flat an der Crufft's den Titel „Best in
Show“ erhielt, erlebte die Rasse einen neuen Aufschwung. Mittlerweile
gibt es auch einige gute und erfolgreiche Züchter in Deutschland und den
angrenzenden Ländern.
Verwendung der Rasse:
Jagdbegleiter, zum Apportieren von Federwild und Kleinwild. Heut zu Tage
wird der Flat coated gerne als Familienbegleithund verwendet. Für
Agility, Turnierhundesport und Dog Dancing. Er ist auch geeignet als
Rettungshund, Blindenführhund oder Behindertenbegleithund. Zum
Therapiehund wird er immer öfter gerne ausgebildet. Auch bei Polizei und
Zoll hat er sich schon als Rauschgift- und Sprengstoffspürhund bewährt.
Allgemeines Erscheinungsbild:
Ein aufgeweckter, reger Hund von mittlerer Größe mit intelligentem
Ausdruck; zeigt Kraft, ohne schwerfällig zu wirken; zeigt Rasse, ohne
dabei schmächtig zu sein.
Charakteristika:
Rundherum ausgestattet mit den natürlichen Eigenschaften eines
jagdlichen Familienbegleithund. Er arbeitet mit sehr viel Eifer und
Freude zu Land und im Wasser. Als Familienhund ist er feinfühlig,
aufmerksam, sehr intelligent und immer bestrebt seinem Herren zu
gefallen. Durch seine Lebhaftigkeit und Verspieltheit wirkt er zu weilen
wie ein Clown.
Kopf und Schädel:
Kopf lang und ansprechend geformt. Schädel flach bei mittlerer Breite,
mit leichtem Stopp in Augenhöhe, dabei in keiner Weise betont, so das
eine Konvergenz oder eine Divergenz nicht zu erkennen ist. Nase von
guter Größe mit gut geöffneten Nasenlöchern. Kiefer lang und kräftig,
dadurch im Stande Hasen und Federwild zu tragen.
Augen:
Mittelgroß, dunkelbraun oder haselnussbraun, mit intelligentem Ausdruck.
(ein rundes, hervorstehendes Auge ist nicht erwünscht.)
Behang:
Klein und gut angesetzt, dicht seitlich am Kopf getragen.
Gebiss:
Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen
Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über
die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Hals:
Kopf gut auf dem Hals sitzend, wobei der Hals ziemlich lang und trocken
sein muss, symmetrisch und schräg in der Schulter sitzend, dabei gut in
den Rücken übergehend, um ein leichtes Folgen der Spur zu ermöglichen.
Vorhand:
Eine tiefe und ziemlich breite Brust, an der sich die Ellenbogen frei
und gleichmäßig vorbei bewegen sollen, deutlich ausgeprägtes Brustbein.
Vorderläufe gerade, mit Knochen von insgesamt guter Qualität.
Gebäude:
Die vordere Rippenpartie eher flach. Der Körper zeigt einen guten
Rippenkorb, der sich erst allmählich gut wölbt, dann in der Mitte
deutlich gewölbter ist und zur Hinterhand in der Wölbung abnimmt. Lende
kurz und breit.
Hinterhand:
Muskulöse, gute, aber nicht übertriebene Winkelung der Knie- und
Sprunggelenke. Die Sprunggelenke sind tief stehend. Sie sollen gerade
und parallel im Stand sein. Kuhhessigkeit nicht erwünscht.
Pfoten:
Rund und kräftig, mit geschlossenen und gut aufgeknöcherten Zehen.
Ballen dick und kräftig.
Rute:
Kurz, gerade und gut angesetzt; freundlich und fast immer in Bewegung,
jedoch nicht wesentlich über der Rückenlinie getragen.
Gangart und Bewegung:
Frei und fließend, gerade und parallel, sowohl von vorne als auch von
hinten gesehen.
Haarkleid:
Dicht, von feiner bis mittelstarker
Textur und guter Qualität, so glatt wie möglich. Läufe und Rute gut
befedert. Eine vollständige Befederung unterstreicht die Eleganz eines
erwachsenen Hundes.
Farbe:
Nur schwarz oder lederbraun.
Es kommt immer wieder vor, dass gelbe Flats fallen. Dies ist nicht
erwünscht. Vor Verpaarungen wo beide Eltern gelb sind sollte unbedingt
abgeraten werden.
Größe und Gewicht:
Erwünschtes Gewicht bei harter Kondition: Rüden 25 - 35 kg, Hündinnen
25- 34 kg. Erwünschte Schulterhöhe: Rüden: 58 - 61 cm, Hündinnen 56 - 59
cm. Tendenziell sind die Flats heute eher etwas größer.
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